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Regionales Versorgungszentrum

Regionalministerium fördert Regionales Versorgungszentrum im Landkreis Wolfenbüttel

Pressemitteilung vom Januar 2023

Neue Angebote für Regionales Versorgungszentrum in Baddeckenstedt

Regionalministerium baut Projektförderung auf mehr als 1,8 Millionen Euro aus Baddeckenstedt. Das Regionale Versorgungszentrum (RVZ) Baddeckenstedt im Landkreis Wolfenbüttel erhält mehr Geld. Niedersachsens Regionalministerin Wiebke Osigus übergab am (heutigen) Mittwoch einen Änderungsbescheid in Höhe von 304.950 Euro an Landrätin Christiana Steinbrügge. Somit stehen für dem Aufbau des RVZ insgesamt 1.855.200 Euro zu Verfügung. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen haushaltsnahe Dienstleistungen angeboten werden, wie beispielsweise Betreuungsangebote, Einkaufshilfen, Haushaltsreinigung und Unterstützung rund ums Haus, um auch bei steigendem Hilfebedarf einen Verbleib in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen. Außerdem sollen weitere Umbaumaßnahmen erfolgen. Das kommunale Medizinische Versorgungszentrum wurde im letzten Sommer eröffnet. Nun wird unter Hochdruck das ehemalige Sparkassenhaus umgebaut, wo die weiteren Angebote der Daseinsvorsorge einziehen werden.

„Ich bin begeistert, wie zügig Sie das kommunale MVZ eröffnet haben und nun den Umbau des freigewordenen Sparkassengebäudes vorantreiben. Besonders freue ich mich über das zukünftige Angebot der Haushaltsnahen Dienstleistungen gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband“, so Osigus.

Die Regionalen Versorgungszentren in Niedersachsen sollen an gut erreichbaren Orten in ländlichen Regionen eine attraktive und an den Bedürfnissen der Menschen orientierte Infrastruktur schaffen. „Vor 20 Monaten wurden die ersten Ideen für ein Regionales Versorgungszentrum im Baddeckenstedt ausgetauscht. Nun wird der Umbau des ehemaligen Sparkassengebäudes realisiert. Sie haben von Anfang an kräftig zugepackt und mit Hochdruck daran gearbeitet, dass das Projekt ein Erfolg wird“, lobte Ministerin Osigus.

Landrätin Christiana Steinbrügge erklärte: „Eine hausärztliche Praxis, vielfältige Beratungs- sowie Dienstleistungsangebote, aber auch Treffpunkt für die Menschen in der Samtgemeinde Baddeckenstedt – das Regionale Versorgungszentrum soll all das bieten. Damit verbessern wir den niedrigschwelligen Zugang zu Angeboten der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Mit der Landesförderung können wir unser Konzept weiter umsetzen.“

Baddeckenstedts Samtgemeindebürgermeister Frederik Brandt sagte: „Durch die nunmehr zusätzliche Landesförderung ist es uns möglich, weitere finanzielle Hürden auf dem Weg zur Verwirklichung des Regionalen Versorgungszentrums hier bei uns auf dem Lande zu überwinden. Ich bin froh, dass wir mit diesem wirklich ambitionierten Projekt etwas Großes schaffen können, was zukünftig Jung und Alt zusammenbringt, die kommunale Daseinsvorsorge stärkt und mit dem Medizinischen Versorgungszentrum einen zusätzlichen wichtigen Baustein zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung in unserer Samtgemeinde Baddeckenstedt beiträgt.“

Quelle: Niedersächsisches Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung


Pressemitteilung vom November 2021

Im Landkreis Wolfenbüttel wird ein Regionales Versorgungszentren (RVZ) entstehen. Matthias Wunderling-Weilbier, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, übergab Landrätin Christiana Steinbrügge und dem Bürgermeister der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Frederik Brandt, am (heutigen) Dienstag einen Förderbescheid in Höhe von 1.479.000 Euro für den Aufbau eines RVZ in der Samtgemeinde Baddeckenstedt. Damit können Landkreis und Samtgemeinde nun in die Realisierung einsteigen. „Das Versorgungszentrum soll in kommunaler Trägerschaft mit angestellten Ärztinnen und Ärzten die Hausarztversorgung sichern und verschiedene Angebote der Daseinsvorsorge an einem zentralen und gut erreichbaren Ort bündeln“, sagte Staatssekretär Wunderling-Weilbier im Rahmen der Bescheidübergabe.

Ziel der Regionalen Versorgungszentren in Niedersachsen ist es, für die Menschen vor Ort eine attraktive und an den praktischen Bedürfnissen orientierte Infrastruktur zu schaffen, die lange Wege vermeidet. Die Fördersumme soll unter anderem für den Ankauf von Immobilien, bauliche Maßnahmen und Gründungskosten eingesetzt werden. „Ich bin begeistert, mit welchem Engagement Sie hier vor Ort den Aufbau des Versorgungszentrums vorantreiben“, so Wunderling-Weilbier. Auch die Planungen des Landkreises, das RVZ in dem im kommenden Jahr freiwerdenden Sparkassengebäude aufzubauen, lobte der Staatssekretär. Damit werde die Nachnutzung sichergestellt und auf kluge Weise Leerstand vermieden. „Mit der Außenstelle des Medizinischen Versorgungszentrums Burgdorf bauen Sie zudem noch die hausärztliche Versorgung vor Ort aus. Dies ist im Übrigen etwas Besonderes unter den fünf Modellprojekten in Niedersachsen. Daher freue ich mich schon auf die Erfahrungen und Ihren Bericht, denn Sie könnten auch für andere Projekte beispielgebend sein.“

Mit der Landesförderung könne der Landkreis Wolfenbüttel jetzt mit dem Aufbau eines Regionalen Versorgungszentrums beginnen, sagte Landrätin Christiana Steinbrügge: „Mit dem Regionalen Versorgungszentrum sichern und verbessern wir die hausärztliche Versorgung für die Menschen vor Ort. Zum anderen werden dort vielfältige Beratungs- und Bildungsangebote zur Verfügung stehen. Dies alles wird dazu beitragen, leicht zugängliche und wohnortnahe Angebote der Daseinsvorsorge aufzubauen, die nachhaltig funktionieren und langfristig angelegt sind. Mit anderen Worten: Das RVZ ermöglicht soziale Teilhabe und steht für Lebensqualität im ländlichen Raum. Daher bin ich dankbar für die erhebliche Förderung durch das Land Niedersachsen, mit der wir unser Konzept jetzt umsetzen können.“

Baddeckenstedts Samtgemeindebürgermeister Frederik Brandt sagte: „Mit der Errichtung des Regionalen Versorgungszentrums bekommen wir die große Chance, die Teilhabemöglichkeiten unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen und somit die Daseinsvorsorge in unserer Samtgemeinde enorm zu verbessern. Neben der Bündelung von Beratungsangeboten und sozialen Projekten soll hier ein Treffpunkt für Jung und Alt entstehen. Zusätzlich soll die angespannte hausärztliche Versorgung durch ein integriertes Medizinisches Versorgungszentrum gestärkt werden. Ich bin mir sicher, dass wir hier etwas ganz Besonderes auf den Weg gebracht haben.“

Hintergrund:

Die Regionalen Versorgungszentren (RVZ) sind Einrichtungen zur Stärkung der sozialen Daseinsvorsorge. Mithilfe der RVZ sollen verschiedene Versorgungsleistungen gebündelt werden, um die ländlichen Räume Niedersachsens attraktiver und lebenswerter zu gestalten und sie zu ertüchtigen, den demografischen Herausforderungen besser begegnen zu können. Ein wichtiger Punkt ist, dass die RVZ für die Menschen gut erreichbar sind – sei es über den ÖPNV oder über Alternativen wie beispielsweise Ruftaxen.

Die erste Runde der Modellprojekte begann 2020 mit dem Landkreis Cuxhaven/der Gemeinde Wurster Nordseeküste, dem Landkreis Wesermarsch/der Stadt Nordenham sowie den im Region Leinebergland e.V. organisierten Kommunen/Standort Stadt Alfeld. 2021 stießen in einer zweiten Runde der Landkreis Wolfenbüttel/Samtgemeinde Baddeckenstedt und der Landkreis Schaumburg/die Gemeinde Auetal zum Projekt.

Der heute überreichte Förderbescheid ist bereits der zweite, der in diesem Jahr an den Landkreis Wolfenbüttel zum Aufbau eines RVZ übergeben wurde. Ein halbes Jahr zuvor hatte Regionalministerin Honé bereits einen Förderbescheid zur Erstellung eines Konzeptes zum Aufbau eines Regionalen Versorgungszentrums in Baddeckenstedt überreicht. Der Landkreis Wolfenbüttel gehört damit zu den Vorreitern in Niedersachsen: In der Samtgemeinde Baddeckenstedt entsteht landesweit eines von fünf RVZ im Rahmen des Modellprojekts.

Das Modellprojekt läuft bis Ende 2023.

Quelle: Niedersächsisches Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung